„Ich weiß gar nicht, was Mama hat,
Du bist doch sooo süß!!!“
aus der Serie
„Kinderweisheiten & Alltagszauber“
Manche Momente sind so alltäglich,
dass sie gerade deshalb unvergesslich werden.
Kein besonderer Anlass.
Kein großer Augenblick.
Nur ein Nachmittag.
Ein 1,5-Liter-Tetra-Pack Supermarkt-Eistee.
Und mein jüngster Sohn, damals vier Jahre alt.
Doch irgendetwas an diesem Eistee
hatte sein Herz offensichtlich gewonnen.
Er hat ihn nicht einfach getrunken.
Er hat ihn umarmt.
Mit geschlossenen Augen.
Fest.
Fast so, als würde er ein Kuscheltier halten.
Und dann sagte er,
mit vollkommenem Ernst:
„Ich weiß gar nicht, was Mama hat –
du bist doch sooo süß!!!“
Und während ich diesen Satz höre,
muss ich bis heute lächeln.
Weil darin etwas liegt,
das so typisch Kind ist.
Diese kompromisslose Hingabe an einen Moment.
Dieses völlige Einssein
mit dem, was sich gerade gut anfühlt.
Keine Kalorien.
Keine Vernunft.
Keine Diskussion über Zucker.
Nur Begeisterung.
Und vielleicht berührt uns genau das.
Weil Kinder die Welt manchmal noch erleben,
ohne sofort Abstand zu sich selbst zu schaffen.
Ganz nah.
Ganz ehrlich.
Ganz im Gefühl.
Und für einen kurzen Augenblick
dürfen auch wir wieder lachen
über die kleinen Absurditäten des Alltags.
Und darüber,
wie viel Liebe manchmal
in einer völlig übertriebenen Umarmung
für einen Eistee stecken kann.
Von Herz zu Herz
Sanfte Reflexionsimpulse
Für einen Moment innehalten:
Wann habe ich mich zuletzt so ehrlich über etwas gefreut, ohne es sofort zu bewerten?
Im Alltag:
Wo zeigen mir Kinder, wie selbstverständlich sie Genuss, Begeisterung oder Zuneigung ausdrücken?
Zum Mitnehmen:
Was wäre heute ein kleiner Moment, den ich einfach genießen darf – ohne ihn gleich vernünftig, sinnvoll oder „richtig“ machen zu müssen?





