Die Pizza verbeugt sich vor mir!

 

„Die Pizza verbeugt sich vor mir!“ 
aus der Serie
Kinderweisheiten & Alltagszauber

 

Es gibt diese Momente,
die sich tief ins Herz einprägen,
ohne dass man sie festhalten muss.

Letzten Sommer.
Ein Abend beim Italiener.
Meine Familie.
Mein jüngster Sohn.

Er bestellt sich eine Pizza.
Nimmt das erste Stück.

Die Spitze des Pizzastücks
biegt sich nach unten.
Von der Last des geschmolzenen Käses.

Und dann sagt mein Sohn,
mit würdevoller, ernster Miene,
fast feierlich:

„Die Pizza verbeugt sich vor mir.“

Ganz selbstverständlich.

Und in diesem Moment
entsteht mehr als ein Bild.

Ich sehe ihn.
Ganz bei sich.
In einer Selbstverständlichkeit,
die nichts beweisen muss.

Und ich spüre,
wie etwas in mir innehält.

Weil darin etwas liegt,
das wir kennen.

Und vielleicht auch vermissen.

Diese leise Würde,
mit der wir uns selbst begegnen.

Nicht gemacht.
Nicht behauptet.

Sondern einfach da.

Und für einen Moment
wird sie wieder spürbar
in diesem unscheinbaren Alltagsmoment.

Von Herz zu Herz
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Sanfte Reflexionsimpulse

Für einen Moment innehalten:
Wann habe ich mich zuletzt in meiner eigenen Würde gespürt – ganz selbstverständlich?

Im Alltag:
Wo zeigen mir Kinder (oder kleine Situationen), wie unangestrengt Würde sein kann?

Zum Mitnehmen:
Was wäre heute ein kleiner Moment, in dem ich mir selbst mit genau dieser stillen Würde begegne?