Ich arbeite nicht an der Oberfläche, sondern an der Essenz.
In einer Zeit der Beschleunigung verstehe ich Reduktion als Verantwortung.
Zeit, Material und Handwerk geben meinen Arbeiten ihre Präsenz.
Der Mensch erscheint darin nicht als Objekt, sondern als Erfahrungsraum von Beziehung, Verletzlichkeit und Würde.
Meine Bilder wollen nichts erklären – sie erinnern daran, wie sich Menschsein anfühlt.
Warum meine Kunst ihr eigenes Tempo hat
Meine Arbeiten entstehen nicht im schnellen Rhythmus der Bildproduktion, sondern in einem Prozess der Verdichtung.
Ich arbeite schichtweise – mit Zeit, Material und Aufmerksamkeit.
Was im Bild sichtbar wird, entsteht oft erst nach längerer Auseinandersetzung mit einem Thema, einer Erfahrung oder einer inneren Bewegung.
In einer Zeit, in der Bilder jederzeit erzeugt und unendlich reproduziert werden können, verstehe ich diese Langsamkeit nicht als Einschränkung, sondern als bewusste Haltung.
Zeit ermöglicht Tiefe.
Material schafft Widerstand.
Beides hinterlässt Spuren im Werk.
Diese Spuren sind nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar.
Sie geben einem Bild Präsenz und eröffnen eine andere Form der Begegnung als das schnell erzeugte Bild.
Dabei ist mir besonders wichtig, dass der Mensch in meinen Arbeiten mit Würde und Respekt erscheint.
Der Körper wird nicht als Objekt betrachtet, sondern als Erfahrungsraum – als Ort von Beziehung, Verletzlichkeit, Kraft und innerer Orientierung.
So entsteht eine Malerei, die nicht auf Effekt zielt, sondern auf Präsenz – und ihre Wirkung oft erst im ruhigen Betrachten entfaltet.
Zeit, Material und Reduktion verdichten sich zu Bildern, die ihre Wirkung nicht sofort preisgeben.